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Offizielle Definitionen von Arbeitsplatz, die zum Beispiel in statistischen Behörden genutzt werden, schienen für das ProMenPol Projekt nicht adäquat. Stattdessen wurde das Wort „Ar-beitsplatz“ in einem weiteren Sinne definiert als „einen Platz, an dem Leute in einer Art ver-traglichen Beziehung mit einem Arbeitgeber stehen“. Diese Beziehung ist eingebettet in eine spezifische Arbeitsumgebung, Arbeitsorganisation und Unternehmenskultur und bietet beson-dere Personalentwicklungen und Möglichkeiten für ihre Mitglieder und Arbeitnehmer. Auf all diese Aspekte bezieht man sich, fällt der Begriff „Arbeitplatz“ im ProMenPol Projekt.

Die Definition von Arbeitspatz zielte nicht darauf ab, Aspekte auszuklammern – es lag im Interesse von ProMenPol eine große Vielzahl von Arbeitsplätzen in die Definition mit einzu-beziehen, so dass so viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber wie möglich von Aktivitäten der psychischen Gesundheitsförderung profitieren können.

Im Grunde könnte jeder Arbeitsplatz dem Arbeitsplatzsetting zugeschrieben werden. Wie auch immer ist der Titel „Arbeitsplatzsetting“ sehr allgemeiner Art und umfasst viele spezifi-sche Organisationsumfelder, wie zum Beispiel:

  • große Organisationen
  • kleine und mittlere Unternehmen
  • öffentliche Behörden/Einrichtungen
  • Gesundheits- und Sozialwesen (z.B. Krankenhäuser)
  • Bildungs- und Trainingseinrichtungen (z.B. Schulen)
  • Arbeitsmarkt und Verwaltung

Die Schlüsselkomponente des Arbeitsplatzsettings liegt jedoch in der Rolle des Arbeitgebers, da dieser die entsprechende Position innehat, um eine Methode zu implementieren und der psychischen Gesundheitsförderung Raum zu geben, damit sie ihre Wirkungsweise entfalten kann.

Zielgruppe

Obwohl die eigentliche Zielgruppe des Projekts aus Arbeitnehmern, Arbeitgebern und ihren Organisationen besteht, werden durch die ProMenPol Datenbank in erster Linie Personalmanager oder andere Leute aus der Praxis angesprochen, die für die Anwendung der Instrumente verantwortlich sind. Eine weitere Zielgruppe setzt sich aus Gesundheitsexperten bzw. -fachkräften zusammen, die auf anderem Weg in die Förderung psychischer Gesundheit eingebunden sind.

Warum ist der Arbeitsplatz von Bedeutung?

“Eine wichtige Eigenschaft der psychischen Gesundheit ist, dass psychische Störungen sehr oft bereits in relativ jungen Jahren ihren Anfang nehmen und die Sterblichkeit durch diese Störungen relativ gering ist. Das bedeutet, dass diese Menschen für eine lange Zeit ihres Lebens mit den Auswirkungen einer psychischen Krankheit leben müssen und die indirekten Kosten, die durch verlorene oder reduzierte Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz entstehen, ziemlich hoch sind.“ ( (The State of Mental Health in the European Union 2004).

Der Arbeitsplatz wird aus folgenden Gründen als ein wichtiges Umfeld für Gesundheitsförde-rungsmaßnahmen erachtet:

  • Es existieren bereits Strukturen innerhalb des Arbeitsplatzes für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutzmaßnahmen. Diese können leicht dazu genutzt werden, um Gesundheits-förderungsmaßnahmen einzugliedern.
  • Die psychosozialen Strukturen eines Arbeitsplatzes und der hohe Einfluss des Ar-beitsprozesses auf die psychische Gesundheit.
  • Der Arbeitsplatz bietet ein enormes Potential, um eine große Anzahl von Menschen mit Informationen und Hilfestellungen zu versorgen, damit sie ihre Gesundheit und ihr Wohbefinden steigern (verbessern) können. Einige dieser Leute gehören zu Gruppen, die sonst nur schwer erreichbar sind.
  • Es liegt im allgemeinen Interesse der Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Gesundheit am Arbeitplatz zu fördern.
  • Zukunftsorientierte /weiterdenkende Organisationen erkennen, dass das Management des Humankapitals genauso wichtig ist, wie das Management von Finanzen und ande-ren Ressourcen. Die Gesundheit und das Wohlbefinden des Arbeitnehmers und die Fitness zum Arbeiten (egal in welchen Organisationen) stehen in einem engen Zu-sammenhang und sind Schlüsselfaktoren, die zu größerer Effektivität, Kompetenz und Produktivität führen.

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