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Der Fokus des ProMenPol Projekts lag auf der Einrichtung einer Online-Datenbank, in der Instrumente zur Förderung und zum Schutz psychischer Gesundheit gesammelt wurden, um auf diese Weise Praktikern und Fachleuten eine Anlaufstelle bieten zu können. Die Zielgrup-pen konnten dadurch ihrem Vorhaben, eine für die psychische Gesundheit positive Umgebung und Aktivität zu schaffen, näher kommen und den Weg der psychischen Gesundheitsförde-rung für ihre Mitarbeiter beschreiten.

Insgesamt umfasst die Datenbank eine Sammlung der verfügbaren Tools für jedes der drei Settings (Schule, Arbeitsplatz und ältere Leute und ihr Lebensumfeld) und klassifiziert diese auf eine Art und Weise, die sie für die Anwendung in jedem der Kontexte zugänglicher macht.

Aus dieser Perspektive bezieht sich der größte Anteil der gesammelten Daten mehr auf die Instrumente selbst als auf die beabsichtigten Nutznießer der Tools. Tatsache ist, dass es wäh-rend der ersten zwei Projektphasen keinen direkten Kontakt weder zu den Klienten noch zu der allgemeinen Öffentlichkeit gegeben hat – diese Phasen befassten sich zum einen mit der Informationssammlung und zum anderen mit der Informationsdarstellung.

In der dritten Phase, die die Durchführung von Modellprojekten mit einbezog, stammten die Zielgruppen in den Studien aus den ersten zwei Settings und waren somit Jugendliche oder Erwachsene im arbeitsfähigen Alter, die nicht als psychisch krank diagnostiziert wurden. Im dritten Setting, Lebensumfeld älterer Menschen, konnte eine teilnehmende Person auch unter professioneller Hilfe stehen und somit schränkte der ethische Rahmen die Phase 3-Aktivitäten von praktischer Seite her ein.

Die ProMenPol Prinzipien nahmen folgende ethische Kernwerte mit auf:

  1. Respekt gegenüber der menschlichen Rechte, der Gleichheit und Verschiedenheit
  2. Soziale Verantwortlichkeit
  3. Dazugehörigkeit und Mitspracherecht
  4. Berufsausübung
  5. Legalität

Die ethischen Rahmenbedingungen basierten auf den folgenden vier Schlüsselelementen:

  • Wohltätigkeit – „tue Gutes und Positives“
  • keine Gesetzesüberschreitungen – „verursache kein Leid“
  • Einverständnis nach adäquater Aufklärung
  • Vertraulichkeit und Anonymität

Wohltätigkeit und keine Gesetzesübertretungen

  • Die Forschung sollte wissenschaftlichen Kriterien genügen und die Zielset-zung sollte in der Lage sein, zum aktuellen Wissensstand beizutragen.
  • Der Forschung sollte eine sorgfältige Beurteilung der zu erwartenden Risi-ken im Vergleich mit dem vorauszusehenden Nutzen, für den Probanden oder für andere, vorausgehen.
  • Adäquate Einrichtungen und Vorgänge sollten vorhanden sein, um mit jeg-lichen Risiken umgehen zu können.

Einverständnis nach adäquater Aufklärung

  • Jeder potentielle Proband muss adäquat über die Forschung informiert werden, dazu gehören:
    • Ziele
    • Methodik
    • erwarteter Nutzen
    • mögliche Risiken und jegliche Unannehmlichkeiten, die auftreten können
  • Teilnehmer müssen die Teilnahme zurückziehen können
  • an die Teilnehmer ausgehändigte Dokumentationen müssen verständlich sein
  • Teilnehmern muss die Möglichkeit gegeben werden, Bedenken zu äußern
  • die Einwilligung sollte schriftlich eingefordert werden
  • der Beleg der Einwilligung sollte erhalten bleiben
  • ein Revisionsvorgang muss vorhanden und allen Probanden verständlich sein
  • alle Teilnehmenden müssen Freiwillige sein
  • die Einwilligung muss bei unmündigen Personen von deren Lebensgefährten oder Vormund eingeholt werden.

 Vertraulichkeit und Anonymität

  • jegliche Forschung muss den aktuellen Datenschutzgesetzen genügen
  • alle vertraulichen Details müssen sicher aufbewahrt werden und sind nur befugten Personen zugänglich
  • um Informationen in einer Publikation zu veröffentlichen, die das Individuum identifi-zieren könnten, muss die ausdrückliche Einwilligung derjenigen Person eingeholt werden.

Datenschutzprozedur

Die Datensicherheitsbestimmungen, die das Projekt eingeführt hat, decken sich mit den international bewährten Verfahrensrichtlinien.