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Die Häufigkeit psychischer Beschwerden und die damit assoziierten Kosten sind beachtlich und es wird erwartet, dass sie noch weiter ansteigen. Gleichzeitig ist jedoch eine ebenso star-ke Zunahme an „Lösungen“ und Antworten auf gesellschaftlicher, organisationaler und indi-vidueller Ebene zu verzeichnen.

Dieses Projekt hatte es sich daher zur Aufgabe gemacht, im Bereich der Förderung und Erhal-tung psychischer Gesundheit nützliche und praxisorientierte Errungenschaften unter der gro-ßen Vielzahl von Theorien, Modellen und Methoden herauszufiltern. Auf diese Weise wollte das Konsortium eine Basis schaffen, auf der eine systematische und multidimensionale Annä-herung an die psychische Gesundheitsförderung möglich wird. Zudem sollte das Projekt dazu beitragen, den Einfluss von Risikofaktoren, die zu psychischen Erkrankungen führen, zu ver-ringern und Handlungsmöglichkeiten zusammen zu tragen.

Das ProMenPol Projekt hatte eine Dauer von 36 Monaten und wurde von Partnern aus Deutschland, Österreich, Irland, Finnland, Estland, Griechenland und Belgien durchgeführt. Gegründet wurde das Projekt als Kooperation von der Europäischen Kommission unter dem Deckmantel des sechsten Rahmenprogramms.

Innerhalb des sechsten Rahmenprogramms siedelte sich ProMenPol im Bereich 2 („Providing health, security and opportunity to the people of Europe“) und dem Unterbereich 2.1 an, des-sen thematische Prioritäten in Gesundheitsdeterminanten und der Bereitstellung hochqualifi-zierter und zukunftsfähiger Gesundheitsdienste und Pensionssysteme (speziell im Zusammen-hang mit dem Prozess des Alterns und dem demographischem Wandel) liegen.

Das Projekt bestand aus drei Phasen, von der jede ihre eigenen Weitergabemechanismen und Zielsetzungen besaß.

In der ersten Phase wurde das Feld konzeptionalisiert und charakterisiert, eine effektive Wei-tergabeplattform eingerichtet und die grundlegenden Einflussgrößen und Imperative psychi-scher Gesundheit auf Mitgliedsstaaten- bzw. EU-Ebene identifiziert.

Die zweite Phase fokussierte sich auf die Vorbereitung eines „Toolkits“ (Instrumentensatz), indem die aktuell guten Praxisbeispiele gesammelt wurden, abgestimmt auf die drei Kontexte (Schule, Arbeitsplatz und ältere Leute und ihr Lebensumfeld), die in Einklang mit den wich-tigsten Lebensabschnitten stehen.

In der dritten Phase wurde die Implementierung von Modellprojekten vorangetrieben, um die Praktikabilität und Nützlichkeit des Toolkits (Instrumentensets) zu überprüfen und basierend auf den Rückmeldungen der Praxisseite die Instrumente zu bewerten und zu korrigieren.

In Zusammenarbeit mit SpezialistInnen, ForscherInnen, Netzwerken, PraktikerInnen und internationalen Organisationen war es das Ziel von ProMenPol einen konzeptuellen Rahmen aufzubauen, den politischen sowie den Forschungshorizont abzustecken, ein leicht zu handhabendes Wissenssystem zu konstruieren, eine Anzahl von evaluierten Maßnahmen für Praktiker anzubieten, mit der Einrichtung einer Online-Community und der Ausrichtung von Konferenzen und Workshops zukunftsfähige Kooperationen zwischen den Schlüsselfiguren aufzubauen, um die Ergebnisse und die durchzuführenden Arbeiten voranzubringen.

An der ersten von drei jährlichen ProMenPol Konferenzen in der BAuA-Berlin Anfang Okto-ber 2007 und 2008 nahmen rund 60 Fachleute aus Europa teil. Sie erhielten einen Überblick über das Projekt sowie über die letzten Entwicklungen auf europäischer Ebene im Bereich psychischer Gesundheit. Zudem standen der theoretische Hintergrund des Projektes, die Da-tenbank und die geplanten Pilotprojekte auf dem Programm.
 

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